Der Beruf des Trickfilmsprechers

benjamin-bluemchen-10464_640Der Trickfilmsprecher verleiht Comic´s und Cartoons ihre Aussagekraft. Stumme, auf Papier entstandene Wesen werden durch ihn zum Leben erweckt. Ähnlich wie beim Synchronsprecher muss er seine Texte mit den Lippenbewegungen der Figuren abstimmen. Allerdings muss der Trickfilmsprecher die Fähigkeit besitzen, seine Stimme zu verstellen und ihr Einmaligkeit dauerhaft verleihen können.

Denken wir hier nur an zahlreiche einmalige Trickfilmproduktionen, die wir mit einer bestimmten Stimme und Erinnerung verbinden und die irgendwann eine neue erhielten. All diese Produktionen waren danach nicht mehr das gleiche, und durch den Erhalt einer neuen Stimme änderten sich für den Zuschauer auch oftmals die Charakterzüge der Hauptfigur. Wir verbinden gerade mit älteren Produktionen auch Kindheitserinnerungen, die uns mittels der Produktion ein Leben lang begleiten. Stimme und Figur/Cartoon bilden eine Einheit. Daher werden Trickfilmsprecher auch oftmals nicht für eine einzige Folge sondern zumeist für eine ganze Produktion engagiert und verpflichtet.

Bei den meisten Trickfilmen sind die Texte einfach strukturiert, allerdings weichen bei Übersetzungen ins Deutsche die Texte oftmals vom Original ab, um eine Stimmigkeit zu erreichen. Von der jeweiligen Flexibilität und stimmlichen Fähigkeit des einzelnen Sprechers abhängig, ist es auch möglich, dass in einer Trickfilmproduktion ein Sprecher mehrere Rollen übernimmt.

Die Fähigkeit zu denken wie die meist angestrebte Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen, sowie die emotionale Gabe sich in die Rolle des zu sprechendendes Parts zu versetzen, das sind die besten Voraussetzungen um als Trickfilmsprecher Erfolg zu haben.

Ebenso wie beim Synchronsprecher muss der Trickfilmsprecher über gute Atemtechnik sowie schauspielerische Ambitionen verfügen. Immer öfter verleihen daher auch angesehene Prominente und Schauspieler ihre Stimmen an Trickfilmfiguren und Helden. Für viele bildet sich hier eine Möglichkeit, in anderen Bereich der Schauspielkunst tätig zu sein und Neuland zu erforschen.

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