Wenn der Zahn raus muss – Zahnimplantate

Zahnimplantate sind künstliche Fremdkörper, die meist an den Kiefer geschraubt werden, um Zahnlücken zu füllen oder als Überbrücker für Brücken fungieren.
Zahnimplantate dienen vorrangig als Träger von Zahnersatz. Sie werden in Form von künstlichen Zahnwurzeln an Stelle fehlender Zähne in den Kiefer eingeschraubt oder am Kieferknochen befestigt.

smile-122705_640Die Implantologie ist ein Teilgebiet der Zahnheilkunde und beschäftigt sich mit dem Einpflanzen von Zahnimplantaten. Hierbei muss sorgfältigst darauf geachtet werden, dass keine Entzündungen entstehen können, die den Verbund zwischen Implantat und Kieferknochen, der nach drei bis sechs Monaten entsteht, zerstören könnten.

Ein Zahnimplantat besteht meistens aus Titan oder aus einem keramischen Material und ist üblicherweise abschraubbar. Auf ihnen werden Zahnkronen oder festsitzende Brücken befestigt. Anwendung finden sie aber auch als Verankerung von herausnehmbaren Prothesen. Diese werden dann u. a. mittels Druckknöpfen oder Magneten fest verankert. Je nach Material sind die Zahnimplantat Kosten sehr unterschiedlich.

Die Dauer, über die ein Implantat im Knochen verbleiben kann, wird von dem Erhalt des das Implantat umliegenden Knochens bestimmt. Der Verbund zwischen Knochen und Implantat kann fast ausschließlich nur durch Bakterien zerstört werden. Um dies zu vermeiden, ist auf eine gesunde Ernährung und eine ausreichende Mundhygiene zu achten.

Die Implantationen werden in drei verschiedene Gruppen eingeteilt. Zum einen sind das die Sofortimplantate. Diese werden sofort nach Zahnverlust in den Knochen implantiert. Dies birgt jedoch auch ein höheres Risiko, denn das Implantat kann verloren gehen, wenn der Knochen direkt nach dem Zahnverlust nicht entzündungsfrei ist. Weiterhin gibt es das verzögerte Sofortimplantat, das nach vier bis acht Wochen nach Zahnverlust eingesetzt wird. Das Implantat mit dem geringsten Risiko ist das Spätimplantat, welches erst nach vollständiger Verknöcherung des leeren Zahnfaches implantiert wird und somit keine Angriffsfläche für Entzündungen bietet.

skull-476740_640Durch Knochenfunde, bei denen ganze Zahnreihen aus organischen sowie anorganischen Materialien bestanden, konnte belegt werden, dass die zahnärztliche Implantologie schon vor 2000 bis 3000 Jahren durchgeführt wurde. Verwendet wurde dabei im Laufe der Zeit meistens Elfenbein, Quarz, verschiedene Metalle, Eisen, auch verschiedene Kunststoffe und sogar Holz.

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